Obwohl Unternehmen vielerorts über Fachkräftemangel klagen, wird wertvolle Berufserfahrung im Bewerbungsprozess offenbar nicht ausreichend berücksichtigt. Das zeigt die aktuelle Best-Recruiters-Studie 2025/26, für die 517 Arbeitgeber aus 29 Branchen untersucht wurden.
Dabei erhielt ein erfahrener Bewerber für eine Führungsposition nicht häufiger eine Einladung zum Gespräch als eine deutlich jüngere Person ohne entsprechende Berufserfahrung. Die Ergebnisse legen nahe, dass Alter im Recruiting noch immer eine größere Rolle spielt als die tatsächliche Qualifikation.
Erfahrene Fachkräfte werden selten gezielt angesprochen
Auch auf den Karriereseiten vieler Unternehmen zeigt sich dieses Bild. Lediglich 24 Prozent der Arbeitgeber richten ihre Ansprache gezielt an Menschen mit Berufserfahrung. Dabei könnten Unternehmen gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels von diesem Potenzial profitieren.
Fazit
Die Best-Recruiters-Studie 2025/26 macht deutlich, dass viele Unternehmen im Recruiting noch Potenziale ungenutzt lassen. Besonders erfahrene Fachkräfte scheinen trotz ihrer Qualifikation häufig übersehen zu werden. Wer im Wettbewerb um Talente bestehen will, sollte Recruiting-Prozesse deshalb stärker an Kompetenz, Transparenz und Bewerberorientierung ausrichten.
Quelle: https://www.haufe.de/personal/hr-management/best-recruiters-studie_80_544436.html

